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Stand vom 07. Juni 2021

Uns erreichen immer wieder Fragen zur aktuellen Corona Impfung und die damit verbundenen Sorgen/Ängste. Wie versprochen haben wir uns um Informationen bemüht.

Die Rheuma-Liga gibt auf ihrer Homepage erste Informationen. Diese sind unter

https://www.rheuma-liga.de/aktuelles/detailansicht/impfstoff-gegen-corona-hinweise-fuer-rheuma-betroffene

abrufbar.

Weitere Informationen sind auch auf der Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) zu finden.

https://dgrh.de/Start/Wissenschaft/Forschung/COVID-19/Impfung-gegen-SARS-CoV2.html

Wir fassen dies einmal so kurz wie möglich zusammen:

  1. Einer Impfung gegen das Virus SARS-CoV-2 wird durch die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie empfohlen.
  2. Totimpfoffe (enthalten nur abgetötete Krankheitserreger, die sich nicht mehr vermehren können, oder auch nur Bestandteile der Erreger) sollten bei der Impfung gegen das neuartige Corona-Virus voranging bei Menschen mit einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung und/oder, die immunsuppressiv/immunmodulierend (z. B. Cortison, MTX oder Humira) eingesetzt werden. Dazu zählen die Impfstoffe der Firmen BioNTech/Pfizer und Moderna.
  3. Lebendimpfstoffe (enthalten geringe Mengen vermehrungsfähiger Viren/Bakterien, die aber so abgeschwächt wurden, dass sie eine Erkrankung nicht auslösen können) werden nicht empfohlen.
  4. Die sogenannten „mRNA“ Impfstoffe dringen nicht in die menschliche DNA ein und verändern sie auch nicht. Anderslautende und ggf. „herumgeisternde“ Nachrichten entsprechenden nicht den Fakten und sind völliger Unsinn. Sie versuchen nur Verunsicherung zu schüren.
  5. Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie empfiehlt grundsätzlich die Impfung gegen Grippeviren und Pneumokokken. Egal ob Pandemie oder nicht. Es gibt Hinweise darauf, dass Personen, die gegen Grippe geimpft sind/wurden, ein geringeres Risiko haben, sich mit dem neuartigen Coronavirus zu infizieren.
  6. Impfzeitpunkt für Patienten mit immunsuppressiver Therapie: Nur bei den Wirkstoff Rituximab gibt es eine Empfehlung diesbezüglich. Für alle anderen Wirkstoffe wie z. B. Adalimumab (Humira), Tocilizumab (RoActemra) etc. gibt es keine Empfehlung dazu. Es gibt hier bisher keinerlei Erfahrungswerte, ob die neu entwickelten Impfstoffe gegen das Virus SARS-CoV-2 vor oder nach Verabreichung des Medikaments (z. B. Humira) besser wirken.

Wichtig: Setzen Sie Ihre Therapie nicht eigenmächtig ab, wenn der einzige Grund dafür die Impfung sein sollte. Besprechen Sie das vorher mit Ihrem behandelnden Arzt.

Auf der Homepage der Uniaugenklinik München Innenstadt (kurz LMU) finden sich weitere Empfehlungen zur Impfung gegen das Virus SARS-CoV-2. Herr Prof. Dr. Thurau (dortiger Oberarzt der Uveitis-Sprechstunde) verweist, wie auch wir auf die Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (http://www.klinikum.uni-muenchen.de/Augenklinik-und-Poliklinik/de/startmeld_ordner/impfung_uveitis_skleritis.html)

Darüber hinaus gibt die Deutsche Gesellschaft für Immunologie auf Ihrer Homepage

https://dgfi.org/corona/?noredirect=de_DE

ebenso sehr ausführliche und verständliche Informationen zur Impfung. Dort ist auch ein Flyer mit dem wichtigsten Fragen zum Download als pdf-Datei zur Verfügung gestellt. Wir meinen sehr empfehlenswert und informativ.

Es gibt inzwischen auch erste Studienergebnisse der Uniklinik Erlangen hinsichtlich der Impfwirkung der Corona-Schutzimpfung bei Patienten mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen. Diese ersten Ergebnisse der Erlanger Studie sind unter  https://www.uk-erlangen.de/presse/pressemitteilungen/ansicht/detail/gute-impfwirkung-trotz-immunerkrankung/ abrufbar.

Wer mehr Informationen über die Impfstoffe selbst, deren Zulassungsverfahren usw. haben möchte, für den empfiehlt sich folgendes Video anzusehen.

www.youtube.com/watch?v=tuEXzl0xf6Q

Die Priorisierung wurde am 07. Juni 2021 aufgehoben. Damit kann sich nun jeder unabhängig von der Priorisierung, der möchte, um einen Impftermin bemühen. Wir raten zur Geduld und Ausdauer dafür. Außerdem ist es sinnvoll sich sowohl beim Impfzentrum als auch beim niedergelassenen Arzt (Hausarzt, Fach- oder Betriebsarzt) gleichzeitig um einen Termin zu bemühen, denn der Ansturm ist und wird weiter sehr groß sein. Sollte dann einer dieser Wege zum Erfolg geführt haben, dann teilen Sie das den anderen Stellen unbedingt mit. So fördern Sie, dass eine andere Person ein Terminangebot erhalten kann und die Normalität Stück für Stück zurückkehren kann.

Wer sich kurz und bündig informieren möchte und nicht durch alle hier aufgeführten Internetseiten klicken möchte, dem sei die nachfolgende Zusammenfassung von Frau Kerstin Stettner ans Herz gelegt. Frau Stettner ist für den Verein Uveitis e. v. (www.uveitis-ev.de) Ansprechpartnerin für den Raum Aachen. Sie hat sich die Mühe gemacht und zu unserem Thema auf der Website des Robert-Koch-Instituts nach wichtigen Fragen und Antworten zur Impfung recherchiert. Dies haben wir als pdf-Datei hier eingefügt. Wir weisen darauf hin, dass der Stand dieser Fragen & Antworten vom 03. März 2021 ist und sich hier fortwährend Änderungen ergeben können.

Große Verunsicherung tauchte auch auf als Nachrichten über ein Thromboserisiko beim Impfstoff vom Hersteller AstraZeneca. Hierzu hat der Verein Pro Retina Deutschland e. V. einen Newsletter am 26.04.2021 veröffentlicht. Dieser ist unter https://www.pro-retina.de/newsletter/2021/kopfschmerzen-nach-covid-impfung-zum-augenarzt zu finden. Grundsätzlich: auch dieser Impfstoff gilt als sicher, denn auch andere Impfstoffe gegen andere Infektionskrankheiten (z. B. Dengue-Fieber) basieren auf diesem Wirkprinzip. Aktuell ist der Impfstoff von AstraZeneca nur für Menschen ab 60 Jahren wegen des vermuteten erhöhten Thromboserisikos bei jüngeren Personen zugelassen. Es ist bis dato allerdings nicht erwiesen, dass der Impfstoff von AstraZeneca auch ursächlich für die Sinusvenenthrombose ist. Unter 60jährige Menschen können sich nach wie vor mit diesem Impfstoff impfen lassen, aber das ist dann eine individuelle Entscheidung des Arztes bzw. der Ärztin. Darüber hinaus ist die Impfung mit dem AstraZeneca Impfstoff für unter 60jährige dann Off-Label-Use (Erklärung Begriff Off-Label-Use: https://www.g-ba.de/themen/arzneimittel/arzneimittel-richtlinie-anlagen/off-label-use/).

Wer sich bereits für eine SARS-CoV2 Schutzimpfung entschieden hat, sollte im Falle von möglichen Nebenwirkungen und deren Abmilderung durch Medikamente folgenden Link beachten:

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/121976/COVID-19-Paracetamol-Co-gegen-impfnebenwirkungen-nicht-zu-frueh-einnehmen

Wir werden weiterhin für Sie zu diesem Thema nachfragen und recherchieren. Wir betonen ausdrücklich: Dieser Artikel ist keine Impfempfehlung der Selbsthilfegruppe. Es soll Ihnen eine Entscheidungshilfe bieten. Bei zweifelhaften Informationen oder noch weiteren eigenen Unsicherheiten, fragen Sie besser Ihren behandelnden Arzt.

Wir als Selbsthilfegruppe lehnen Verschwörungstheoretiker und die Querdenker-Initiative ab. Kritische Fragen und Meinungsäußerung dagegen nicht. Wir wollen alle ein baldiges Ende der Pandemie. Da zählt das Verhalten jedes einzelnen. Gesunder Menschenverstand schadet nicht. In diesem Sinne bleiben Sie weiter gesund und kommen Sie gut durch diese Zeit.

Autor: Gesine Fechner

Autor: Gesine Fechner
Quellen: www.dgrh.de, www.rheuma-liga.de, www.klinikum.uni-muenchen.de/Augenklinik-und-Poliklinik/de/index.html und www.impfen-info.de/
Wir danken für die freundliche Unterstützung von Herrn Dr. med. Varoga (Rheumatologe), Herrn Prof. Dr. Thurau (Oberarzt der Augenklinik Ludwig-Maximilians-Universität München), Frau Kerstin Stettner und dem Verein Uveitis e. V.

Wir haben jetzt
eine Vorlesefunktion!

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